| Originaltitel |
L'Affaire Francis Blake |
| Erstveröffentlichungen |
Albumversion: 1996 |
| Copyright Deutschland |
Februar 1997 |
| Gesamtanzahl Seiten |
66 |
| ISBN |
3-551-01990-8 (Softcover)
3-551-01980-0 (Hardcover) |
| Handlung |
Der britische Geheimdienst IS (Intelligence Service) ist in Aufruhr: Es gibt Beweise, daß ein ausländischer Spionagering auf dem Boden des Inselreiches operiert. Doch jedesmal, wenn die Spionageabwehr MI5, deren Chef Hauptmann Francis Blake ist, einer Spur nachgeht, löst diese sich in nichts auf. Gibt es einen Maulwurf, einen Verräter innerhalb des Geheimdienstes? Dieser Verdacht scheint zur Gewißheit zu werden, als ein Photo Blake selber als Täter zu entlarven scheint. Allein Professor Philip Mortimer kann nicht an die Schuld seines Freundes glauben und bricht auf zu einer ereignisreiche Suche nach ihm und der Wahrheit... |
| Hintergrund |
- Der Text stammt erstmals von Jean Van Hamme (bekanntgeworden durch den Agententhriller XIII), die Zeichnungen von Ted Benoît (von ihm stammt die Serie Ray Banana), für die Farben zeichnet sich Madeleine De Mille verantwortlich
- Das Abenteuer spielt im Juni 1954 gemäß eines Kalenders auf Seite 35, Bild 8
- Gekauft von mir am 23.Januar 1997
- L'Affaire Francis Blake war in Frankreich im Jahre 1996 in der Liste der am meisten verkauften Bücher mit 670.000 Exemplaren auf Platz 2 hinter Asterix' Band 30 (2.950.000) und knapp vor Gaston (650.000), erst auf Platz 4 mit dem Brigitte Bardot Buch (500.000) lag ein Nicht-Comic !
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| Meine Meinung |
Nun ja - zwiespältig ! Wieso ?
Natürlich ist es schon ein mal hervorragend, daß diese geniale Serie überhaupt fortgesetzt wird. Man hätte es ja auch bei den bisherigen Bänden belassen können - aber andererseits, wo es Geld zu verdienen gibt, werden Tabus mehr oder weniger bedenkenlos gebrochen und Fortsetzungen erstellt, die meistens mit dem Original nicht mehr viel zu tun haben (siehe z.B. die letzten Lucky Luke Bände, den 3. und 4. Batman-Movie oder Band Aid II). Das wiederum ist hier nicht der Fall - die Zeichnungen lehnen sich sehr stark an das Original an, die Farben sind sehr stimmig (obwohl sie im französichen Original noch besser sein sollen !), es gibt viel Text zu lesen und alle altbekannten Charaktere haben ihren Auftritt (sogar der fast vergessene Mörder Jack aus "Das Geheimnis der Großen Pyramide" kommt zu neuen Ehren) - allein fehlt das, was E.P.J.-Geschichten zu dem gemacht hat, was sie sind: Die Mystik, das Phantastische, das Unmögliche.
Es handelt sich hierbei eigentlich nur um eine Spionagegeschichte, wie sie tatsächlich in Wirklichkeit vorkommen könnte - kein versunkener Kontinent, kein dritter Weltkrieg, keine Wettermaschinen. Dieses Problem stellte sich schon bei "Die Diamanten-Affäre", welches nicht von ungefähr die mit schwächste Geschichte von Jacobs darstellt, da sie aufgrund ihrer "Normalität" einfach nicht in Tritt zu kommen scheint.
Abgesehen davon jedoch ist der Band jedoch eine solide Sache, in sich schlüssig und spannend und somit auch jedem zu empfehlen, der für außergewöhnliche und phantasiereiche Storyinhalte sonst nicht so viel übrig hat... |
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